The Hidden Fliyng Carpets
Eclipsing Binaries was published in parallel with the exhibition of the same name. It is not a catalogue but a printed work in its own right, conceived as part of the exhibition rather than its documentation.
The book borrows its tone and structure from popular publishing formats such as scientific journalism, esoteric magazines, and self-proclaimed revelation literature. It moves within that fragile terrain where credibility and fiction merge, where half-knowledge becomes a poetic form.
The title itself carries this ambiguity. Eclipsing Binaries refers to double stars that obscure one another, to narratives that overlap, to systems that only become visible through mutual concealment. The subtitle The Hidden Flying Carpets opens another register of meaning: myths, rumours, conspiracies, and the collective desire for hidden truths, following the floating logic of the unreal.
The texts continue in this direction. They imitate the tone of cheap mass publications, with spectacular turns of phrase and sudden intimacy. They blur the boundaries between observation and assertion, between dream and investigation. Their language remains simple, almost naive, but never innocent. Small inconsistencies, typographic glitches, and printing errors were intentionally left uncorrected. They belong to the work as signs of proximity, of human touch, of a truth that resists smoothness.
The images operate in a similar register, blurred and overexposed, uncertain in scale. They convey moods rather than facts, resonance rather than proof.
Rather than illustrating or commenting on the exhibition, the edition Eclipsing Binaries functioned as an extension of it. The book enacts the same strategies of displacement and doubling that shape the broader project. It sustains a state of uncertainty while maintaining a surface of accessibility.

Eclipsing Binaries erschien parallel zur gleichnamigen Ausstellung. Es ist kein Katalog, sondern eine eigenständige Arbeit in gedruckter Form, die als Teil der Ausstellung konzipiert wurde und nicht als deren Dokumentation.
Das Buch orientiert sich in Ton und Struktur an populären Formen des Publizierens, an hybriden Formaten zwischen Wissenschaftsjournal, Esoterikmagazin und pseudo-aufklärerischer Enthüllungsliteratur. Es bewegt sich in jenem fragilen Bereich, in dem Glaubwürdigkeit und Fiktion ineinander übergehen und das Halbwissen seine eigene Poesie entfaltet.
Schon der Titel trägt diese Ambivalenz. Eclipsing Binaries verweist auf verdunkelnde Doppelsterne, auf Erzählungen, die sich überlagern, und auf Systeme, die erst sichtbar werden, wenn eines das andere verdeckt. Der Untertitel The Hidden Flying Carpets eröffnet ein weiteres Feld aus Mythen, Gerüchten, Verschwörungserzählungen und dem kollektiven Begehren nach verborgenen Wahrheiten, einer schwebenden Logik des Unwirklichen folgend.
Die Texte bewegen sich in diesem Spannungsfeld. Sie übernehmen den Tonfall billiger Massenpublikationen, mit spektakulären Wendungen und plötzlicher Intimität. Sie verwischen die Grenzen zwischen Beobachtung und Behauptung, zwischen Traum und Recherche. Die Sprache bleibt einfach, beinahe naiv, aber nie unschuldig. Kleine Unstimmigkeiten, typografische Brüche und Druckfehler wurden bewusst beibehalten. Sie gehören zum Werk als Zeichen von Nähe, von Handarbeit und von einer Wahrheit, die sich nicht glätten lässt.
Auch die Bilder operieren in diesem Register. Sie sind unscharf und überbelichtet, in ihrem Massstab schwer zu fassen. Sie zeigen Stimmungen statt Fakten, Nachhall statt Beweis.
Anstatt die Ausstellung zu illustrieren oder zu kommentieren, war die Edition Eclipsing Binaries eher wie eine Erweiterung davon. Das Buch nutzt die gleichen Strategien der Verschiebung und Verdopplung, die auch das Gesamtprojekt prägten. Es hält einen Zustand der Ungewissheit aufrecht und bleibt dabei oberflächlich zugänglich.













